Für das Historische Spectaculum auf Schloss Neuenbürg gelten folgende Teilnahmebedingungen:

§ 1 Standplatzgebühren und Anmeldung

1.1 Die vereinbarte Standgebühr ist bis spätestens 4 Wochen vor der Veranstaltung auf das mitgeteilte Konto
zu überweisen.
1.2 Die fristgerechte Entrichtung der Standgebühr ist Voraussetzung für eine Zulassung zu der Veranstaltung.
1.3 Wird die Gebühr nicht fristgerecht entrichtet, ist der Veranstalter berechtigt, die Standplatzzuweisung
gemäß Ziffer 4.3 dieses Vertrages zu widerrufen.
1.4 Der Veranstalter übernimmt keine Gewähr dafür, dass das Fest während der vorgesehenen Zeit und Dauer stattfindet.
Falls die Veranstaltung aus irgendeinem Grund ausfallen sollte, erstattet der Veranstalter die im Voraus gezahlte
Standgebühr zurück.
1.5 Händler, die eine Firma führen, haben ihre Firma bei der Anmeldung in gesetzlich vorgeschriebener Weise anzugeben.
1.6 Die Teilnehmer erhalten Armbänder, die sie als Mitwirkende kennzeichnen. Diese Bänder sind ausschließlich während
der vorgegebenen Zeit an der angegebenen Stelle abzuholen.


§ 2 Standplatzstornierung

2.1 Ein Stornierung des Vertrages ist bis zu vier Wochen vor der Veranstaltung kostenlos möglich.
2.2 Danach wird die volle vereinbarte Standgebühr fällig.


§ 3 Standplatzzuweisung und Betriebspflicht

3.1
Die Standplatzzuweisung ist nicht übertragbar.
3.2 Das Aufstellen von Verkaufsständen außerhalb des Belegungsplanes ist nicht gestattet.
3.3 Soweit eine Zuweisung bis 5 Stunden vor Beginn des Festes nicht genutzt wird, kann der Veranstalter den

Standplatz neu vergeben. Zusätzlich zu der im Voraus geleisteten Standgebühr, die gemäß Ziffer 2.2 dieses
Vertrages nicht erstattet wird, wird in diesem Fall wegen Verletzung der Betriebspflicht eine Konventionalstrafe
in Höhe von 500,00 € fällig. 
3.4 Im Interesse marktbetrieblicher Erfordernisse kann der Veranstalter nach Anhörung der Beteiligten einen Tausch
der zugewiesenen Standplätze zulassen.
3.5 Es besteht eine Betriebspflicht für die zugewiesenen Standplätze während der festgelegten Veranstaltungszeiten.
Dies bedeutet konkret, das die Händler während der Veranstaltung ihren Betrieb nicht vorzeitig oder teilweise
einstellen oder abbauen dürfen. 
3.6 Während des Marktbetriebes ist es untersagt am Stand offen erkennbar Alkohol zu konsumieren oder in
offensichtlich stark alkoholisiertem Zustand im Verkauf tätig zu sein.
3.7 Bei Verletzung der Betriebspflicht und / oder Verstoß gegen Ziffer 3.6 wird jeweils eine Konventionalstrafe in Höhe 
von 500,00 € fällig. Zusätzlich haben die Händler dem Veranstalter jeden über die Konventionalstrafe hinaus
entstandenen Schaden zu ersetzen.


§ 4 Standplatzentzug und -widerruf


4.1 Händlern, deren Stände die in der Bewerbung angegebenen Maß überschreiten, wird der zugeteilte Platz entzogen,
es sei denn, dass die örtlichen Verhältnisse es gestatten, mehr Platz zuzuteilen. Für den mehr beanspruchten Platz hat
der Händler entsprechende Gebühren zu zahlen.
4.2 Der Standplatz kann auch entzogen werden, wenn ein kleinerer Stand aufgestellt wird als in der Bewerbung
angegeben.
4.3 Die Zuweisung kann vom Veranstalter widerrufen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund
liegt insbesondere vor, wenn:
  • der Standplatz während der Veranstaltung wiederholt nicht genutzt wird (Verstoß gegen Betriebspflicht),
  • die Vorgaben der Standplatzgestaltung gemäß § 5 dieses Vertrages nicht eingehalten werden,
  • der Händler andere Waren als die angemeldeten anbietet,
  • der Händler oder seine Mitarbeiter erheblich oder trotz Mahnung wiederholt gegen die Vertragspflichten verstoßen,
  • der Händler die festgesetzten Standgebühren trotz Aufforderung nicht vorab bezahlt hat.
4.4 Wird die Platzzuweisung entzogen oder widerrufen, kann der Veranstalter die sofortige Räumung der Fläche
verlangen und nach vorheriger erfolgloser Aufforderung auf Kosten des Händlers vornehmen lassen.
4.5 Entsprechend Ziffer 2.2 dieses Vertrages wird bei Entzug oder Widerruf der Platzzuweisung die Standgebühr
nicht – auch nicht anteilig – erstattet.


§ 5 Standplatzgestaltung

5.1 Aussehen und Art des Standes im mittelalterlichen Bereich haben einem "mittelalterlichen Markt“ zu entsprechen.
5.2 Die notwendige Sicherheitsausstattung, Licht, Hygiene und Brandschutz sind hiervon ausgenommen.
5.3 Im mittelalterlichen Bereich muss auf Waren “mittelalterlicher Prägung" geachtet werden. Es dürfen keine
"modernen" Zubehörteile oder Kurzwaren in den Artikeln verarbeitet sein.
5.4 Die Entscheidung, ob diese Voraussetzungen vorliegen, liegt im Ermessen des Veranstalters.


§ 6 Verpflegungs-Verkaufstände (Imbissstände und Stände mit Ausschank)

6.1 Die Inhaber von Imbissständen oder dergleichen Betrieben benötigen neben der Platzzuweisung einer Erlaubnis
nach dem Gaststättengesetz. Diese Erlaubnis muss rechtzeitig bei der zuständigen Stelle beantragt werden.
6.2 Die Inhaber von Imbissständen sind außerdem verpflichtet, die Gesundheitszeugnisse der betreibenden Personen 
mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.
6.3 Die für den Ausschank von alkoholischen Getränken erforderlichen Genehmigungen holt der Veranstalter ein. 
6.4 Beim Betreiben einer Schankanlage ist das Schankbuch mitzuführen und vorzulegen. Das Betreiben einer
Schankanlage ist vor Inbetriebnahme mit dem entsprechenden Formblatt beim Bürgermeister/Ordnungsamt
Neuenbürg anzuzeigen.


§ 7 Musik auf dem Festgelände / GEMA-Gebühren

7.1 Auf dem Veranstaltungsgelände darf Musik nur nach Genehmigung durch den Veranstalter abgespielt und live
gespielt werden. Für eine Genehmigung muss dem Veranstalter nachgewiesen werden, dass die Musik nicht den
Gebühren der GEMA unterliegt. Das Abspielen von Musik, die den Gebühren der GEMA unterliegt, ist während
der gesamten Veranstaltung untersagt.
7.2 Bei Verstoß gegen Ziffer 7.1 hat derjenige, der Musik, die den Gebühren der GEMA unterliegt, abgespielt hat
(Freistellungsverpflichteter), den Veranstalter von Ansprüchen der GEMA frei zu stellen. Die aus der Geltendmachung
von Ansprüchen durch die GEMA resultierenden Kosten einer Rechtsverteidigung trägt der Freistellungsverpflichtete.
Es sei denn, er hat diese Rechtsverletzung nicht zu vertreten.
7.3 Im Falle einer Inanspruchnahme durch die GEMA hat der Freistellungsverpflichtete dem Veranstalter alle ihm
vorliegenden Informationen unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig bereitzustellen, die zur Prüfung und
Abwehr der Ansprüche notwendig sind.


§ 8 Auf- und Abbau

8.1 Es gelten Auf- und Abbauzeiten. Außerhalb dieser vorgegebenen Zeitfenster ist das Befahren des Geländes mit
dem Auto nicht gestattet.
8.2 Die festgesetzten Maße und Abstände sind genau einzuhalten. Vorbauten, Stützen, Streben, Treppen, Seil-
spannungen usw. müssen innerhalb des zugeteilten Platzes bleiben und dürfen für Besucher keine Hindernisse
bilden.
8.3 Bei dem Aufbau steht jedem Händler 1 Stunde Zeit zur Verfügung, um die Fahrzeuge und Anhänger zu
entladen. Danach sind Fahrzeuge vom Gelände zu entfernen, um nachfolgenden Händlern den Aufbau zu
ermöglichen.
8.4 Die Verpflegungs-Verkaufsstände sind so rechtzeitig aufzustellen, dass die Abnahme mindestens 3 Stunden
vor Beginn der Veranstaltung erfolgen kann.


§ 9 Sicherheit und vorbeugender Brandschutz

9.1 Die Stände müssen standfest sein und dürfen nur in der Weise aufgestellt werden, dass die Platzoberfläche
nicht beschädigt wird.
9.2 Sie dürfen ohne Erlaubnis des Veranstalters weder an Bäumen und deren Schutzvorrichtungen, noch an
Lampen oder ähnlichen Einrichtungen befestigt werden.
9.3 Die notwendigen Rettungswege sind freizuhalten.
9.4 Lager mit Feuerstellen dürfen nur im Abstand von 2,5 m zum nächsten Stand errichtet werden.
9.5 Feuerstellen müssen so aufgestellt und betrieben werden, dass sie nicht umstürzen oder in anderer Weise
zum Ausbruch eines Brandes führen können.
9.6 Feuer darf nur in mitgebrachten Dreibeingestellen gemacht werden. Es dürfen keine Löcher ausgehoben
werden.
9.7 Für Stände mit einer überbauten Fläche von mehr als 15 m2 oder einem elektrischen Anschlusswert von mehr
als 10 kW oder bei Verwendung brennbarer Flüssigkeiten der Gefahrenklasse A1, A2 und B ist ein Feuerlöscher mit
mindestens 6 kg Füllgewicht bereitzuhalten.


§ 10 Sauberkeit

10.1 Händler sind verpflichtet:
   • Verpackungsmaterial, veranstaltungsbedingte Abfälle und Kehricht zu sammeln und in den hierfür
     bereitgestellten Behältern zu entsorgen
   • bei Verpflegungs-Ständen außerdem Abfallbehälter in ausreichender Zahl und Größe aufzustellen und diese
     rechtzeitig in dem hierfür bereitgestellten Container zu entleeren.
10.2 Der Veranstalter kann, soweit erforderlich, in Bezug auf die Sauberhaltung weitere die Händler verpflichtende
Anordnungen treffen.
10.3 Bei einem Verstoß gegen diese Pflichten wird eine Konventionalstrafe von 50,00 € fällig. Zusätzlich haben die
Händler dem Veranstalter jeden über die Konventionalstrafe hinaus entstandenen Schaden zu ersetzen.


§ 11 Haftung

11.1 Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Verluste oder Schäden an eingebrachten, im Eigentum oder Besitz
des Standinhabers befindlichen Gegenständen.
11.2 Der Händler haftet für alle Schäden des Veranstalters, die durch ihn oder seine Mitarbeiter verursacht werden.
11.3 Der Händler hat den Veranstalter von Ansprüchen Dritter, die im Zusammenhang mit einer Tätigkeit des Händlers
stehen, freizustellen.
11.4 Der Händler kann sich zu seiner Entlastung nicht darauf berufen, dass ein Schaden durch bestimmte Anweisungen,
Sicherheitsmaßnahmen oder andere Vorkehrungen des Veranstalters hätte vermieden werden können.


§ 12 Veranstaltungsgelände

12.1 Das Veranstaltungsgelände darf während der Veranstaltung nicht befahren werden.
12.2 Außerhalb der Veranstaltungszeiten darf das Veranstaltungsgelände nur befahren werden, um Nachschub an
Lebensmitteln und Getränken zu liefern.
12.3 Auf dem Gelände gilt zwischen 24:00 Uhr und 7:00 Uhr Nachtruhe.

 

§ 13 Höhere Gewalt

13.1 In Fällen höherer Gewalt (Unfall, Krankheit) entfällt die Konventionalstrafe aus §3  nur gegen Vorlage eines ärztlichen Attest.

 

§ 14 Salvatorische Klausel


Sollten einzelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam sein, so bleiben die Teilnahmebedingungen im
Übrigen wirksam. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.